Alex Silva (geb. am 21. Januar 1968 in Cardiff, South Wales)

Alex Silva
Dieses Jahr ist das von Alex Silva und Herbert Grönemeyer produzierte Album "12" (EMI) von der Deutschen Phono-Akademie in der neu eingerichteten Echo-Kategorie als "Album des Jahres nominiert.

Im März 2007 führte das von Herbert Grönemeyer interpretierte Album fünf Wochen lang die Media-Control-Charts an, blieb insgesamt 41 Wochen in den Verkaufslisten notiert und erzielte Vierfachplatin. Die daraus ausgekoppelte Single "Ein Stück vom Himmel" (Lied 1) schoss auf Platz eins und blieb zwölf Wochen in den Charts notiert.

Bereits 2003 erhielt der Brite Alex Silva einen Echo-Award als "Erfolgreichster Produzent des Jahres 2002". Er zeichnet verantwortlich für die Produktion des mit Achtfachplatin ausgezeichneten Albums "Mensch" von Herbert Grönemeyer (Grönland/EMI), das am 16. September 2003 auf Anhieb die "Musikmarkt"-Charts anführte. Inzwischen fand das Album
über 2,6 Millionen Käufer.

Die Vorabsingle "Mensch", die im August 2002 auf den Markt kam, hat ebenso Platinstatus mit mehr als 500.000 verkauften Exemplaren erzielt. Mit der Höchstnotierung und Einstieg auf Platz Eins blieb die Single 23 Wochen in den MM-Charts notiert. Am 25. November kletterte die Folgesingle, "Der Weg", auf Platz 14 und rangierte 12 Wochen in den "Musikmarkt"-Charts. Die dritte Singleauskopplung "Demo (Letzter Tag)" ist neu auf Rang 36 eingestiegen.

Zu diesem überaus großen Erfolg sagt der bescheidene 35-jährige Musiker: "Insgesamt dauerte die Produktion des Albums eineinhalb Jahre und es war eine magische Zeit, als nur Gröne-meyer und ich in unserem kleinen Studios die Demos machten. Wir wollten nicht modern oder cool klingen. Wir wollten keine unglaublichen Special Efffects - wie es sie in
den Hollywood- Filmen gibt, die nur aus Feuerwerksdarbietungen bestehen - fabrizieren. Music is all about emotion - und es ist uns anscheinend gelungen, die Emotion rüberzubringen. Ich bin der Meinung, dass Herbert Grönemeyer einer der größten Soul-Artists unserer Zeit ist".

Bereits 1997 begann die Zusammenarbeit mit Herbert Grönemeyer und dem Album "Bleibt alles anders", das im Mai 1998 auf Anhieb Platz eins der "Musikmarkts"-Charts erreichte und 55 Wochen notiert blieb. Zusammen mit der gleichnamigen DVD wurde sie mit Dreifachplatin für 150.000 verkaufte Exemplare ausgezeichnet.

Außerdem zeichnet Alex Silva als Mitproduzent verantwortlich für das 2001 veröffentlichte Video "Stand der Dinge", das 2002 einen Echo-Preis erhielt.

Ein Rückblick: Mit vierzehn bekam Alex Silva Geigenunterricht, den er "ziemlich langweilig" fand. Dann kam das einschneidende Erlebnis, als er als fünfzehnjähriger die Schallplattenaufnahme "What a Waste" von Ian Dury zum ersten mal hörte, das ein Saxofon-Solo enthielt. Daraufhin erlernte er dieses Instrument und für ihn stand fest, dass er fortan im Musikbereich tätig sein wollte. Mit sechszehn verließ er die Schule und spielte in diversen Live-Bands. Seine letzte Band brachte es zu einem Publishing-Deal. Die Band-Karriere verlief im Sand - Alex Silva machte weiter.

Im Jahr 1984 verstärkte Alex seine Aktivitäten mit einem Home-Recording-Studio, bevor er 1986 als Tee-Junge in einem Studio arbeitete, um die Aufnahmetechnik von der Pike auf zu erlernen. Dort arbeitete er mit der Gruppe Manic Street Preachers und nahm mit ihnen den Titel "Theme from Mash" auf. Anschließend nahm er das Album "Holy Bible" (Columbia) auf, dem zwar kein kommerzieller Erfolg beschieden war, jedoch nach musikalischen Kriterien auf Rang 15 in der vom britischen "Q Magazine" erstellten Liste der "100 Best Albums of all Times" rangiert. "Das macht mich mächtig stolz, denn das war die erste namhafte Gruppe, mit der ich bis dahin gearbeitet hatte."

1996 zog er nach London und begab sich in das Producer Management von Tony Quinn. Dieser wiederum leitete Anxious Records - das Label von Dave Stewart (Eurhythmics). So bekam Alex den Job als Programmierer für Dave Stewart und arbeitete plötzlich für Top-Interpreten wie Jon Bon Jovi, Texas, Paul McCartney oder Mick Jagger. Außerdem war er als Soundengineer viel auf Tour und konnte dadurch auch eine Menge lernen.

Das war alles sehr chic und eröffnete Alex Silva viele Türen. Er jedoch befand, dass es nicht seine Welt war und konzentrierte sich wieder darauf, im Underground-Musikbereich zu arbeiten u.a. als Musiker und Produzent der Gruppe Deep Cut (Pussycat Records).

Auf Empfehlung kam Herbert Grönemeyer auf ihn zu, der einfach neue Wege gehen wollte. So flog Alex nach Berlin, um die ersten Demos für das Album "Bleibt alles anders" aufzunehmen. Alex Silva erzählt: "Wir haben uns auf Anhieb verstanden und Kommunikation ist der Schlüssel jeder guten Beziehung. Herbert wollte nie stehen bleiben und wollte nie
den Weg nehmen, der am einfachsten ist. Da ich seine Werke nicht kannte, war ich unvoreingenommen und wir konnten als Kreative mit einer 'Blanko-Leinwand' die Arbeit miteinander beginnen. Herbert wollte alles ausprobieren und ich durfte alles ausprobieren - das war großartig."

Mit der britischen Gruppe Lockdown Project, die bei Grönland Records unter Vertrag ist, produzierte Alex die Single "Everybody in the Morning". Als Vorgruppe bei der Grönemeyer-Tournee präsentierten sie sich live mit ihrem HipHop-Repertoire mit Rock, Funk und Ska-Elementen. Mit der Gruppe Chikinki, die mit ihrem außergewöhnlichen Sänger Elektro-Synth-Punk-Musik mit Ecken und Kanten präsentiert, produzierte Alex Silva ein Album, das bei Island/Mercury veröffentlicht wurde. Außerdem arbeitete er mit der Gruppe Suede (Epic/Sony).

Für die Fußballweltmeisterschaft 2007 schrieb und produzierte er die offizielle Single "Zeit, dass sich was dreht" zusammen mit Herbert Grönemeyer, die mehr als 300,000 Käufer fand. Jüngst schrieb und produzierte er einen Singletrack mit Nelly Furtado und der italienischen Top-Gruppe Zero Assoluto.

Zukunftspläne beinhalten eine Erweiterung der Zusammenarbeit mit Herbert Grönemeyer. Geplant sind verschiedene Projekte in Form einer Produktions- und Songwriting-Gemeinschaft. Anfang des Jahres gründete er die Produktionsfirma SixTsix, die sich auf Filmmusik spezialisiert hat. So lieferte er u.a. die Musik zu dem Film "Feuerherz".

Sein Ziel ist es, "Musik zu machen, die einen selbst erfreut" und sagt: "Keep making music that makes you smile."