Christopher von Deylen (geb. am 15. Oktober 1970 in Walsrode)
Foto-Credit: Philip Glaser


Christopher von Deylen
„Die Leidenschaft für die Musik und etwas zu erschaffen und zu gestalten treibt mich an und ist mein Lebensinhalt.“, sagt Christopher von Deylen, der unter dem Projektnamen Schiller nun das zwölfte Album seiner Karriere veröffentlicht.

Die CD „Opus“ auf dem neugegründeten Panorama- Label der Deutschen Grammophon/Universal Music schoss auf Platz 1 der Pop-Charts. Das Werk enthält bekannte klassische Melodien mit elektronischen Klängen und präsentiert namhafte Gastinterpreten wie die Sopranistin Anna Netrebko („Solveig‘s Song“), die renommierte Klassikpianistin Hélène Grimaud („Rhapsody on the Theme of Paganni“), Oboist Albrecht Mayer („Swan Lake“) und die Violinistin Diana Tischenko. Ab 20. September bis Anfang Dezember ist der Künstler live on Tour durch Deutschland, Österreich, Russland und der Ukraine.

Die Mitwirkung anderer Künstler verläuft wie ein roter Faden durch seine Produktionen. Im Laufe der Jahre wirkten anfangs Synchronsprecher mit und dann solch illustre Namen wie Peter Heppner, Xavier Naidoo, Sarah Brightman, Kim Sanders, der Graf von Unheilig, Andrea Corr, Kate Havnevik, Meredith Call, Thomas D. von den Fantastischen Vier, Colbie Caillat oder der chinesische Pianist Lang Lang.
Es ist kaum ein Jahr her, als das letzte Werk von Schiller, „Sonne“ (Universal Music), im November 2012 die Höchstnotierung von Platz 7 erreichte und 28 Wochen in den Media-Control-Charts verweilte. Das anschließend veröffentlichte „Sonne -Live- Album“ von der „Klangwelten-Tour“, das als CD, DVD und Blu-Ray veröffentlicht wurde, schoss auf Rang 1 der offiziellen Verkaufscharts und setzte noch einen drauf. Mittlerweile konnte von Deylen neun Goldene und zwei Platin-Discs einheimsen und erhielt neben dem DVD-Champion-Award, den Opus-Award im Jahr 2002 auch den Echo-Preis der Deutschen Schallplattenindustrie 2001 (für „Bester Dance/Techno Künstler/-in oder Gruppe National“ zusammen mit Peter Heppner) und 2002 für das Album „Weltreise“.

Wie alles begann: Nach dem Abitur fing Christopher von Deylen ein Studium als Tonmeister an und studierte später angewandte Kulturwissenschaften in Lüneburg. Als Kind erhielt er Klavierunterricht, spielte Keyboards in einer Schülerband und erstellte zunächst ganz einfache Demos von seinen Eigenkompositionen. „Mein Traum war es immer, die Musik zu meinem Beruf zu machen - dass ich wirklich davonleben könnte, das hätte ich damals nicht gedacht.“
Durch Zufall bekam er Kontakt zum legendären Berliner Verleger Peter Meisel, der über drei Jahre lang seine Werke beurteilte. 1994 war es endlich soweit: Der Club-Track „Feel the Rhythm“ von der Projektgruppe Fly wurde auf dem SingSing- Label von George Glueck veröffentlicht. Durch diese Verbindung entstand der Kontakt zu Herbert Böhme und Hans Koppold vom Boogiepark Studio in Hamburg, wo Christopher von Deylen als freier Produzent tätig war. In Zusammenarbeit mit Sören Schnackenberg produzierte er die Singles „Can U Feel the Bass?“ und „Return of Power“ von Tank, die auf dem Epidrome-Label erschienen sind und beide die „Musikmarkt“- Charts erreichten. Zusammen mit Inga Humpe produzierte er das Album „Golden Boy“ von Sin with Sebastian (X-Cell Records).

1996 lernte er den DJ-Kollegen Mirko von Schlieffen in einem Club kennen. Gemeinsam produzierten sie mehrere Veröffentlichungen, die sich in den Dance- und Verkaufscharts platzierten. Mit dem 1998 gegründeten cluborientiertes Musikprojekt Schiller erzielten sie ihren ersten nennenswerten Hit: Im Januar 1999 erreichte die Vorabsingle zum Debütalbum „Zeitgeist“, „Das Glockenspiel“, die Höchstnotierung 21 der offiziellen Charts und war dort zehn Wochen vertreten. In Großbritannien kletterte die Aufnahme bis auf Rang 17 der UK-Charts.

Im Juli kam die Folgesingle “Liebesschmerz“ bis auf Rang 21 und war hierzulande 9 Wochen in den Charts vertreten. Ende August 1999 kletterte dann das Album „Zeitgeist“ (Zeitgeist/Polydor) bis auf Rang 22, war 7 Wochen in den Media-Control- Charts und verkaufte insgesamt 100.000 Einheiten. Außerdem wurde das Album in fünfzehn Ländern, u.a. in USA, Japan, Kanada, Thailand und sogar China veröffentlicht. Mitte Dezember kam die dritte Single „Ruhe“ auf Rang 24 und war 11 Wochen vertreten.

2001 ist das zweite Album, „Weltreise“, auf Platz 1 der Musikmarkt-Charts eingestiegen, wo es 4 Wochen die Hitlisten anführte. Die daraus ausgekoppelte Single „Dream of You“, interpretiert von Schiller mit Heppner, kletterte bis auf Rang 13.

2002 zog Christopher von Deylen nach Berlin und richtete ein neues Studio ein. Von Deylen erzählt wie es zu der Firmenbezeichnung Sleeping Room kam: „Als wir das Stück aufnehmen wollten, gab es einen Engpass im Boogiepark Studio, das total ausgebucht war. So haben wir das Equipment bei mir im Schlafzimmer aufgebaut und dort aufgenommen. Ursprünglich wollten wir das Stück im Studio neu mischen - später entschieden wir uns doch dagegen, um die Stimmung unverändert zu lassen. So entstand das ‚Sleeping Room Studio‘, in dem bis zum heutigen Tag alle Schiller- Produktionen stattfinden.“

2003 trennten sich die Wege von von Deylen und Mirko von Schlieffen.

Anfang 2004 kam das Schiller Album „Leben“ auf Rang 53 und blieb 16 Wochen in den Charts notiert, gefolgt von dem „Live(er) Leben“-Album , das bis auf Rang 45 kam.

2005 kletterte das Album „Tag und Nacht“ bis auf Rang 5 und war 11 Wochen notiert.

2008 schrieb und produzierte von Deylen den Song „Time for Dreams“ unter der Mitwirkung des weltweit renommierten chinesischen Pianisten Lang Lang, der auf dessen Album und auf dem Schiller-Album „Sehnsucht“ veröffentlicht wurde und zur ZDF-Erkennungsmelodie während der Berichterstattung zu den Olympischen Sommerspielen in Peking diente. Im selben Jahr schoß das Album „Sehnsucht“ auf Platz 1 und war 49 Wochen notiert.

Zwei Jahre später erschien mit „Atemlos“ das sechste Studioalbum, das bis auf Platz 4 kam und 33 Wochen in den Charts notiert blieb.

2012 kam das Album „Sonne“ auf Rang 7 der Media- Control-Charts und blieb 28 Wochen notiert.Das „Sonne - Live“ Album mit dem Abschlußkonzert der „Klangwelten-Tour“ schoß auf Rang 1. Vom 20. September bis zum 6. Dezember wird die Elektronic-Surround-Sound-„KlangweltenTour“ u.a. mit Titeln aus dem „Opus“-Album in drei verschiedenen Größenordnungen u.a. „Clubwelten“ für die sechs Termine in Russland und der Ukraine in kleineren Venues fortgesetzt, bei dem tanzbare Versionen vorgestellt werden.

Von Deylen sagt: „Ich habe gerne die Fäden in der Hand und finde, dass man sich als Künstler auf vielen Ebenen (Bilder, Live-Arrangements usw.) einbringen kann, so dass man die Unvorhersehbarkeit fallen lassen kann. Andererseits, ist es für mich ein großer Reiz, sich auf andere unvorhersehbare mitwirkende Charaktere einzulassen.“

Kontakt:
Sleeping Room Studio
Berlin
christopher@sleepingroom.de