Frank Peterson (geb. am 20. Dezember 1964 in Hamburg)

Frank Peterson
Mit dem zwölften Studioalbum von Gregorian, „Epic Chants“ (Starwatch/Sony Music), das Songs aus den größten Filmhits (wie „Live and Let Die“, „Kiss from a Rose“ oder „Bright Eyes“) präsentiert, erreichte Produzent Frank Peterson Platz 9 der Media Control Charts und setzte somit die bisher ungebrochene zehnjährige Erfolgsserie des Musikprojekts Gregorian fort. Die bisher veröffentlichen Tonträger wurden in den letzten zehn Jahren weltweit mehr als 6 Millionen Mal verkauft. Die gleichnamige internationale Tour zum Album startet im Februar 2013 in Deutschland.

Ein besonderes Highlight des Albums ist die Eigenkomposition „World Without End“, inspiriert von dem historischen Roman „Die Tore der Welt“ von Ken Follett. Anlässlich des Boxkampfs von Jack Culcay vs. Mark Thompton in der Sporthalle Hamburg am 29. September wurde der Song „World Without End“ von Gregorian für den Einzug von Jack Culcay dargeboten und setzt somit die Tradition der von Frank Peterson produzierten Boxkampf-Hymnen fort.

Seine erfolgreichste Boxkampf-Hymne ist und bleibt die für den Abschiedskampf von Henry Maske: „Time to Say Goodbye“, ein Duett mit Sarah Brightman und Andrea Bocelli (EastWest Records), das 1996 die Charts anführte und mit sechsfach-Gold und fünffach-Platin ausgezeichnet wurde und stellt die in Deutschland produzierte All-Time-Best-Selling-Single dar.

Im Laufe seiner Karriere arbeitete Frank Peterson mit Künstlern wie Princessa, Sandra, Prince Ital Joe featuring Marky Mark, Josè Carreras, Placido Domingo, Alannah Myles, Andrea Bocelli, Tom Jones, Paul Stanley, Enigma und Sarah Brightman.

Als kleiner Junge war sein Interesse an der Musik bereits ganz groß: Im Alter von vier Jahren fing Frank Peterson an, Schlagzeug zu spielen, anschließend erlernte er Keyboards sowie Gitarre und Bass. Seinen Eltern zuliebe absolvierte er eine Lehre als Musikalienhändler in dem bekanten Hamburg Musikgeschäft Amp-Town. Doch nicht nur die Musik, sondern auch die Möglichkeiten, die der Computer als kreatives Mittel beinhaltete, faszinierten ihn.

So kam es, daß Frank Peterson seine Kenntnisse einsetzte und 1984 bei der Firma C-Lab einstieg, die sich binnen kürzester Zeit als die führende Computerfirma für Musikprogramme etablieren konnte, danach als EMAGIC agierte, bevor sie von Apple gekauft wurde. Nachdem er die Vertriebsfirma erfolgreich aufgebaut hatte, wollte er sich ausschließlich der Musik widmen und arbeitete fortan als Sessionmusiker. So wurde er 1985 als Musiker für den Fernsehauftritt der Newcomer- Sängerin Sandra engagiert, die damals ihre Debütsingle „Maria Magdalena“ (Virgin Records) präsentierte. Nachdem die Aufnahme Platz 1 der hiesigen Charts erreichte und europaweit Gold- und Platinauszeichnungen regnete, wurde sein Musikerenagement verlängert. Vier Jahre lang arbeitete Frank Peterson als Keyboarder in der Band von Sandra auf Tournee durch ganz Europa und wirkte auch bei den Video-Clips mit. Desweiteren schrieb er den von Sandra interpretierten europaweit erfolgreichen Titel „Loreen“, der hierzulande 1986 ein Top-20-Hit wurde.

Dies war jedoch nur der Auftakt einer engeren Zusammenarbeit mit dem Produzenten Michael Cretu. Frank Peterson zog von der Elbe an die Isar, arbeitete und wohnte zwei Jahre lang im Münchner Vorort Grünwald, wo Michael Cretu sein Studio hatte. Frank Peterson zeichnet verantwortlich für mehrere Arrangements sowie für die Abmischungen einiger Titel auf dem 1990 von Sandra veröffentlichten und vergoldeten Top-5-Album „Paintings in Yellow“, zudem er auch vier Kompositionen beisteuerte.

1990 zog Frank Peterson nach Ibiza, wo Cretu bereits ein Haus mit Studio eingerichtet hatte. Auf der spanischen Insel begann die gemeinsame Arbeit an dem Projekt Enigma.“Irgendwann haben wir uns geschäftlich sowie musikalisch auseinander dividiert“, erzählt Peterson, der Platin für die Enigma Single „Sadeness Part 1“ sowie eine Platindisc für das Album „MCMXC a.D.“ erhielt, die beide heute sein Studio schmücken. Weltweit wurden sechs Millionen Singles verkauft. Das Album ist mit rund 18 Millionen das wohl erfolgreichste in Deutschland produzierte Album aller Zeiten.

Nach der Trennung von Cretu zog er nach Hamburg und fing ganz von vorne an. 1991 wurde die von Peterson produzierte Maxi-Single „So Sad“ unter dem Projektnamen Gregorian (Metronome) veröffentlicht, die Top 10 der Charts in Frankreich erreichte und im gesamten asiatischen Raum, sowie in Portugal und Mexiko ganz oben in den Hitlisten vertreten war. Erst acht Jahre später sollte die Erfolgsserie von Gregorian hierzulande ihren Anfang nehmen.

1992 suchte die US-Schallplattenfirma A&M (Polydor) Titel für die bekannte britische Sängerin Sarah Brightman. Polygram Songs hatte zwei Peterson-Titel eingereicht, die dann beide in die engere Wahl kamen. „Nachdem ich meine Kompositionen auch produzieren wollte, wurde ich vorstellig und erhielt den Produktionsauftrag für das gesamte Album“, erzählt Peterson. Nach eineinhalbjähriger Arbeit ist 1993 das Album „Dive“ erschienen, das in Kanada Goldstatus erreichte und weltweit 800.000 Exemplare verkaufte.

1993 begann die Zusammenarbeit mit Prince Ital Joe featuring Marky Mark (EastWest). Zusammen mit dem Hamburger DJ und Produzenten Alex Christensen nahm er die Single „Happy People“ auf, die Platz 4 erreichte (30 Wochen Charts) und mit Gold ausgezeichnet wurde. Es folgte die Nummer-1-Single „United“, die Platinstatus erzielte. 1994 erschien das Top- 10-Album „Life in the Streets “, das 23 Wochen in den Charts vertreten war. Die gleichnamige Single erreichte Platz 11 und wurde mit Gold ausgezeichnet. 1995 kletterte die Single „Babylon“ auf Platz 17 und hielt sich 15 Wochen in den Charts. Der von Marky Mark interpretierter Song „No Mercy“ erreichte die Chartposition 44 und konnte sich 10 Wochen in den Hitlisten aufhalten.

Die Zusammenarbeit mit Sarah Brightman wurde fortgesetzt mit dem Titel „A Question of Honour“, der als Hymne für den Weltmeisterschafts- Boxkampf zwischen Henry Maske und Graciano Rocchigiani im Oktober 1995 Verwendung fand. Die Single kletterte auf Platz 15 und blieb 24 Wochen in den Charts vertreten. 1996 erschien das Top-20-Album „Fly“ von Sarah Brightman. 1997 kletterte das Folgealbum „Timeless“ auf Rang 17 (34 Wochen in den Charts). Beide Alben erreichten deutschen Gold-Status. Für „Timeless“ gab es sogar einen IFPI-Award für über eine Millionen verkaufter Einheiten in Europa. Ein Jahr später kam das Album „Eden“ auf Rang 34, gefolgt von „La Luna“ (2000), das bis auf Rang 17 kam. 2003 erschien ihr bisher erfolgreichstes Album in Deutschland: „Harem“, das bis auf Rang 12 kam. Ihre erfolgreichste Single bleibt das Nummer-eins- Duett mit Andrea Bocelli: „Time to Say Goodbye“. Insgesamt wurden von 1993 bis 2010 weltweit über 25 Millionen Sarah Brightman-Alben verkauft.

1999 setzte Peterson die Arbeit an seinem Projekt Gregorian, das Pop-Musik mit Gregorianischen Chants verbindet, fort mit dem Album „Masters of Chant“, das 2000 bis auf Platz 13 kam. Seitdem hat jedes Album die Charts erreicht. Es folgten „Masters of Chant Vol. 2“, das bis auf Platz 7 kam, „Masters of Chant - Chapter II“ (2001), das auf Rang 9 schoss, „Masters of Chant - Chapter III“ (2002) Platz 23, „Masters of Chant - Chapter IV“(2003) Platz 28. Im Jahr 2004 ist das Album „The Dark Side of Chant“ erschienen,dasPlatz16erklomm.2006 kam „Masters of Chant - Chapter V“ auf Rang 19. Ende 2006 kam das „Christmas Chants“-Album auf Rang 27. 2007 plazierte sich „Masters of Chant - Chapter VI“ auf Rang 43. 2009 kam „Masters of Chant - Chapter VII“ auf Platz 46. 2010 schoss das Album „The Dark Side of Chant“ auf Platz 7.

Der Act Gregorian besteht aus professionellen Chorsängern aus England. Co-Produzenten des Projekts sind derzeit Carsten Heusmann und Jan- Eric Kohrs.

Der Siegeszug von Gregorian ist wohl nicht mehr zu stoppen. So sind nach der Deutschland- und Europa-Tour Auftritte welt- weit in über 75 Städten für 2013 geplant. Seit drei Jahren hat Frank Peterson ein Büro in den USA und arbeitet daran, die Gregorian-Show im nächsten Jahr nach Las Vegas zu bringen und sagt: „Sicherlich ist das ein sehr großes Risiko, aber ich glaube, dass das, was ich anbiete, völlig einzigartig ist, was die Amerikaner nicht haben. Außerdem hat Gregorian ein weltweit großes Fan-Following.“

Peterson abschliessend: „In diesem Beruf kann man eigentlich nichts planen. Ich mache das, was mir Spaß macht und möchte erfolgreich sein ohne Kompromisse eingehen zu müssen“.

Kontakt:
Nemo Studios
22085 Hamburg
frank@nemo-studio.de