Helmuth Rüßmann (geb. am 18. Dezember 1954 in Hennef )

Helmuth Rüßmann
Nach fast achtjähriger Veröffentlichungspause ist das aktuelle, von Helmuth Rüßmann produzierte Album, „Einmal noch!“ von Wolfgang Petry (Na Klar!/Sony Music), neu auf Platz 1 der Charts eingestiegen. Die CD enthält ausgewählte Titel seiner größten Hits sowie einige weniger erfolgreiche Songs, neu arrangiert und neu aufgenommen.

Im Laufe seiner Karierre produzierte Helmuth Rüßmann u.a. Künstler wie BAP, Jürgen Drews, Andreas Martin, Guildo Horn, Heino, Cathrin Geissler sowie die Gruppen Banaroo, Brings, Too Young und Trademark.

Durch seinen Vater, der Komponist und Musiker war, musikalisch vorbelastet, erhielt Helmuth Rüßmann bereits mit acht Jahren Klavierunterricht. Weitere Instrumente wie Trompete, Gitarre und Schlagzeug sollten noch folgen. Während der Schulzeit spielte er in diversen lokalen Bands. Ende der 70er Jahre - zum Abschluß seiner Live-Musikerzeit - spielte er zwei Jahre lang Schlagzeug bei der Gruppe The Lords.

1972 belegte er an der Rheinischen Musikschule in Köln Schlagwerke und Percussion. In dieser Zeit wurde er in den EMI-Electrola Studios zum Tontechniker ausgebildet. Nebenbei baute er sein eigenes 4-Spur-Studio auf, das nach und nach auf 8-Spur und schließlich auf 24-Spuren erweitert wurde. Seine erste Produktion sollte sich bereits als ein absoluter Volltreffer erweisen, denn der Longplay „Für usszeschnigge!“ von der Kölner Gruppe BAP (Musikant/EMI) erreichte 1981 die Spitze der offiziellen Charts und wurde für 500.000 verkaufte Exemplare mit Platin ausgezeichnet. Insgesamt war diese Aufnahme 81 Wochen in den Charts vertreten. 1982 folgte das Album „Vun drinne noh drusse“, das ebenfalls die Charts anführte und Platinstatus erreichte. 1983 kletterte „Bess demnäähx“ auf Platz 1 und erhielt Goldstatus, ebenso das 1984 erschienene Album „Zwesche Salzjebäck un Bier“.

Zur Zeit der Neuen Deutschen Welle nahm Helmuth 1982 den Hit-Titel „Ich bau Dir ein Schloß“ mit der Gruppe Neue Heimat auf. Zusammen mit Andreas Martin (EMI) co-produzierte er dessen Longplay „Nur bei Dir“. Ein Jahr später erschien das Album „Ein Teil von mir“, aus dem die Hitsingles „Du kommst nicht zurück“, „Ein Teil von Dir“ und „Deine Flügel fangen Feuer“ hervorgingen.

Zusammen mit Andreas Martin produzierte er 1989 den Rap-Titel „Enzian“ in einer Neuaufnahme mit Heino (Teldec), die bis auf Platz 18 der Charts kletterte und 15 Wochen dort vertreten blieb.

Als Produzent zeichnet Helmuth Rüßmann ebenfalls für das erfolgreiche Comeback von Jürgen Drews verantwortlich. Die 1989 erschienene Single „Irgendwann, irgendwo, irgendwie“ erreichte Platz 36 und hielt sich 24 Wochen in den Charts. Vom Album „Irgendwann mit dir sofort“ wurden inzwischen weit über 100.000 Stück verkauft. Die 1990 veröffentlichte Folgesingle „Mit Dir sofort und ohne Ende“ klettere auf Platz 37 und war 16 Wochen in den Charts vertreten. Im Sommer 1992 ist das Folgealbum „J.D.“erschienen, mit der Single „Faß mich bloß nicht an“, die Platz 64 erreichte.

Zusammen mit Produzent Berd Göke entstand dann ein außergewöhnliches Projekt, das 1992 eine Renaissance des Schlagers mit sich brachte: Die Single „Jive Conny“, ein Medley mit deutschsprachigen Aufnahmen von Connie Francis (Polydor), kletterte bis auf Platz 2, war insgesamt 30 Wochen in den Charts vertreten und erreichte Goldstatus mit 350.000 verkaufter Exemplare. Zusammen mit Willy Stumm hatte Rüßmann 1993 die Idee, die Originalaufnahme von „Unser Lied (La le lu)“, interpretiert von Heinz Rühmann zusammen mit dem Kinderschauspieler Oliver Grimm (Hansa/BMG), in einer Dance-Version zu verwenden. Unter dem Projektnamen Cinematic erreichte die Aufnahme Platz 11, hielt sich 22 Wochen in den Charts, verkaufte 350.000 Exemplare und überschritt damit Goldstatus. 1994 folgte die Cinematic-Version der Heinz Rühmann-Aufnahme „Ein guter Freund“, die sich sechs Wochen in den Charts aufhalten konnte und bis auf Platz 45 kletterte. 1995 produzierte er das Album „Sternstunden der Zärtlichkeit“ (EMI) mit dem Interpreten Guildo Horn, woraus die Kultsingle „Ich find‘ Schlager toll“ hervorging. Die große Resonanz beim Schlagerpublikum führte das nächste Projekt herbei. Mit der „Deutschen Hit-Mix“-CD-Serie, die aktuelle Schlagerhits in Medley-Form neu abgemischt präsentierte, traf Helmuth Rüßmann den Geschmack der Zeit und läutete eine zweite Schlagerwelle ein, die ihm bis dato drei Goldene CDs einbrachte. Die 1996 erschienene CD „Der deutsche Hit-Mix No. 1“ (Hansa/ BMG) erreichte Platz 4 der Top 30 Sampler-Hitparade, war insgesamt 40 Wochen dort notiert und verkaufte 500.000 Exemplare. Im Herbst 1996 ist „Der deutsche Hit-Mix No.2“ erschienen, der bis auf Rang 2 kletterte. Die Goldmarke wurde mit 370.000 verkaufter Exemplare weit überschritten. „Der deutsche Hit-Mix No. 3“ erreichte Platz 1 mit 300.000 verkauften CDs. Diese Serie hat bis dato mehr als 2.000.000 Einheiten verkauft.

Mit der 1992 von Rüßmann produzierten Single und dem gleichnamigen Album „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih‘n“ wurde das Comeback des in den 70er und 80er Jahren überaus erfolgreichen Schlagerinterpreten Wolfgang Petry (Hansa/BMG) eingeläutet. Fünf Jahre später ist Wolfgang Petry Echo-Preisträger 1997 als erfolgreichster Interpret im Bereich des deutschsprachigen Schlagers. Die Erfolgsbilanz: Das Album „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih‘n“ (Höchstnotierung Platz 45 und sechs Chartswochen, Goldstatus), 1993 „Sehnsucht nach dir“ (Höchstnotierung 70 mit 7 Chartwochen), 1995 „Egal“ (Höchstnotierung 25 mit 11 Chartwochen). Das im Herbst 1996 erschienene Best-of-Album „Alles“ erreichte Platz 1 und war über ein Jahr in den Top 20 der Hitlisten vertreten. Mittlerweile wurde dieses Album drei Millionen mal verkauft und erreichte damit Sechsfachplatinstatus beziehungsweise zwölffach-Gold. Ab 1992 bescherten Petry die Chart-Singles „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih‘n“, „Wieso und weshalb“, „Du bist ein Wunder, „Sehnsucht nach dir“, „Ich will noch mehr“, „Denn eines Tages vielleicht“ und „Frei für dich“ eine kontinuierliche Chartpräsenz. Im Herbst 1996 ist die Hit-Mix-Aufnahme „Die längste Single der Welt“ (mit dem entsprechenden Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde) erschienen, die bis auf Platz 7 kletterte und mit 1.200.000 die Doppelplatinmarke deutlich überschritt. 1997 kletterte das Album, „Nie genug“ auf Rang 2 der Charts und erreichte Doppelplatinstatus für mehr als 1.200.000 verkaufter Exemplare. 1998 erreichte das Album „Einfach geil!“ Platz 1 der Charts und blieb 35 Wochen notiert, gefolgt von „Freude“ (Platz 5) und dem „Alles-live“-Album (1999) mit Rang 2 und dem Nummer- eins-Album „Konkret“ (2000), das sich 28 Wochen lang in den Charts aufhielt. „Achterbahn“ (2001) setzte die Erfolgsserie fort mit Rang 2. „Alles 2“ (2002) kam auf Rang 10. Im Jahr 2006 kletterte das Jubiläumsalbum „30 Jahre“ auf Rang 8.

1995 gründete Rüßmann das Label Na klar!, das von Christian Wolff mit Sitz in Berlin geleitet wird und bei Sony Music im Vertrieb ist. Gemeinsam mit SuperRTL wurde die Doku-Soap „Startagebuch“ entwickelt. Die daraus hervorgebrachte Band Banaroo erreichte 2005 Platz 1 der Charts und Platinstatus mit dem Album „Banaroo‘s World“. Anfang 2010 ist Rüßmann aus der Geschäftsleitung ausgestiegen, um sich wieder voll auf seine kreative Arbeit zu konzentrieren. Heute kann sich Rüßmann brüsten, über das einzige Studio der Welt mit einem 56-kanaligem Mischpult in kompletter Röhrentechnik zu verfügen, mit einer Sammlung von weit über hundert Röhrenmikrophonen, worauf Rüßmann auf den dadurch entstehenden „warmen Sound“ schwört.

Seit 2004 produziert Rüßmann die erfolgreiche Kölner Gruppe Brings. Inzwischen haben alle Alben stets die Charts erreicht. Das bisher erfolgreichste Album „Dat is Geil“ mit der Single „Halleluja“ (2010) kam bis auf Platz 23. Das Live Album zum 20. Jubiläum „Dat wor Geil“ erreichte Platz 7 in den Charts. Mit Achim Petry produzierte Rüßmann 2007 das Album „Keiner liebt Dich“, das ebenfalls die Charts erreichte. 2013 begann die Zusammenarbeit mit Cathrin Geissler (vormals Mitglied der Gruppe Banaroo), die als Solokünstlerlin inzwischen das Debütalbum „Ich“ bei Telamo veröffentlichte. Zur Zeit wird am zweiten Album der jungen Künstlerin sowie an zwei aktuelle „Hit-Mix“-Alben für 2014 gearbeitet. Anschließend beginnt die Arbeit an einem neuem Brings-Album. Ganz bescheiden kommentiert Helmuth Rüßmann seine Zukunftsvorstellungen: „Wenn es so weitergeht wie bisher, bin ich sehr zufrieden.“

Kontakt:
Helmuth Rüssmann
Postfach 1601
53772 Hennef
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www.helmuth-ruessmann.de