Inga Humpe (geb. am 13. Januar in Hagen)
Tommi Eckart (geb. am 30. September in Berlin)


Inga Humpe und Tommi Eckart
Unter dem Projektnamen 2raumwohnung erreichten Inga Humpe und Tommi Eckart auf Anhieb Platz 5 der Media-Control-Charts mit dem von ihnen gemeinsam produzierten Album „Lasso“ (it-sounds/Labels/EMI).

Seit der Gründung von 2raumwohnung zur Jahrtausendwende hat das Duo sechs Alben veröffentlicht, wovon drei Goldstatus erzielten: „Kommt zusammen“ (2001), „Es wird Morgen“ (2004), das Platz 2 der Verkaufscharts erreichte und „36 Grad“ (2007). Das Album „In wirklich“ (2002) kletterte bis auf Rang 8, das Album „Melancholisch schön“ kam bis auf Platz 12.

Zur Namensgebung erklären beide: „Im Westen Deutschlands sagt man Zwei-Zimmer-Wohnung und im Osten sagt man ‚Zwei-Raum-Wohnung‘ - dies ist uns aufgefallen und wir fanden, dass Raum die poetischere, vielschichtigere Formulierung ist. Da wir im Osten von Berlin wohnen, fühlten wir uns damit verbunden.“ Aufgrund ihrer langjährigen Kreativität und Vielseitigkeit sind beide Musiker keine Unbekannten in den Charts - vielleicht nicht namentlich, jedoch in diversen Eigenschaften und Formationen. Stets offen für neue Impulse, haben sie eine klare Vorstellungen von der Musik, die sie machen wollen: abseits vom Mainstream und trotzdem nicht weniger populär.

Nach dem Abitur studierte Inga Humpe Kunstgeschichte und Literaturwissenschaften. Mit drei-zehn erlernte sie Gitarre und später Keyboards. Bereits nach einem Semester ging Inga nach Berlin und immatrikulierte sich an der Schauspielschule, wo sie drei Jahre lang Schauspiel und Gesang studierte. 1977 ging sie für ein halbes Jahr in die USA, wo sie die amerikanische Punk-Musik mit Gruppen wie z.B. Suicide oder der damals noch unbekannten Blondie kennenlernte, die für sie musikalisch dann sehr prägend waren. 1978 gründete sie mit ihrer Schwester Annette die Band neonbabies, die bis 1983 existierte. 1979 ist ihre erste selbstbetitelte EP auf einem Indie-Label erschienen. Es folgte der erste selbstbetitelte Longplayer der neonbabies mit der Underground-Sängerin Miko, der bei Noise Records erschien und 20.000 Stück verkaufte. Doch schon das zweite („Harmlos“) und das dritte Album („1983“) der Gruppe wurden von dem Majorlabel Ariola veröffentlicht.

1983 gingen die Schwestern nach Wien, wo sie Markus Spiegel, Inhaber des Gig-Record-Labels, sowie die beiden Musikkabarettisten Josi Prokopetz und Manfred Tauchen kennenlernten.Unter dem Projektnamen DÖF (Deutsch-Österreichische- Freundschaft) entstand die von Annette Humpe produzierte Single „Codo“ (WEA), die im Sauseschritt auf Platz 1 der „Musikmarkt“-Charts düste, wo sie sich sechs Wochen lang behaupten konnte. Insgesamt war der Titel 18 Wochen lang in den Charts vertreten, verkaufte über 500.000 Singles und wurde damals „nur“ mit Goldstatus ausgezeichnet.1984 produzierte Inga Humpe das Abum „Parlez-vous Schaumburg?“ von der Gruppe Palais Schaumburg (Polydor). Danach arbeiteten Inga und Annette an dem Schwestern-Projekt Humpe & Humpe (WEA), wofür sie alle Songs schrieben. 1985 kletterte die Single „3 of Us“ bis auf Platz 19 der Charts, gefolgt von „Careless Love“, das bis auf Rang 24 kam und in Großbritannien unter dem Gruppennamen Swimming with Sharks ebenfalls in den Charts vertreten war. Die Single „No Longer Friends“ war ein Top 20-Hit.

Dann kam die Zeit der elektronischen Dance- Musik, und als Inga sich musikalisch neu orientieren wollte, ging sie 1986 nach London, wo sie ihr erstes Soloalbum „Planet Oz“ (WEA) aufnahm. Sie arbeitete mit Trevor Horn, Andy Richards (Art of Noise) und den Rapino Brothers zusammen, mit denen sie den Song „Automatic Love“ für Kylie Minogue schrieb.

1989 fiel die Mauer und die Zeit der Techno- und Rave-Musik begann. Unter dem Projektnamen Ingator veröffentlichte sie 1990 ihren ersten Instrumental-Techo-Track „Mano, Mano“ (Low Spirit). Knapp drei Jahre später erzielte Inga Humpe ihren bisher größten Hit als Produzentin. Mit dem ehemaligen Palais Schaumburg-Mitglied Ralf Hertwig co-produzierte sie die Single „Shut Up and Sleep with Me“ mit Sin with Sebastian (X-Cell Records), die Rang 5 erreichte und Goldstatus für 250.000 verkaufte Singles erzielte.

Tommi Eckart wuchs als Musikinteressierter mit einer klassischen Gitarrenausbildung in München auf und studierte Jura mit dem Ziel, Anwalt im Bereich Urheberrecht zu werden. In den 80er Jahren spielte er Synthesizer, Gitarre und Schlagzeug in Bands und fing an, Kassettenaufnahmen für Punkbands zu produzieren. 1989 ging Tommi Eckart zurück nach Berlin, wo er 1995 seine Zulassung als Anwalt schaffte.

Durch die Kreativzelle der Münchner Filmhochschule lernte er Ralf Hertwig und Andreas Dorau kennen. 1990 ist seine erste Albumproduktion „Ärger mit der Unsterblichkeit“ mit Andreas Dorau erschienen. 1992 schrieb Tommi Eckart die Filmmusik zu dem Kunstfilm „Happier Days“ und später die Scoremusik zu „Manta - der Film“, „Das Sams“ und „Mädchen, Mädchen“. 1992 produzierte er „Transformation“ von der Projektgruppe Transform (Eternity), die europaweit bei diversen Indie-Firmen veröffentlicht wurde und in Belgien zum Charterfolg wurde.

1994 wurde die Zusammenarbeit erneut mit Andreas Doraus und der Produktion des Albums „70 Minuten Musik ungeklärter Herkunft“ (Motor Music) fortgesetzt, aus der die Single „Girls in Love“ stammt, die in Frankreich Top 10 erreichte. „Diese Produktion hat viel damit zu tun, was wir heute machen: Dance-Elemente mit deutschen Texten kombinieren, was damals ganz neu war. Unser Erfolg basierte darauf, dass wir Sounds entwickelten, die sich von den anderen abhoben“, sagt Tommi Eckart.

1997 gründeten Inga Humpe und Tommi Eckart ihre erste gemeinsame Gruppe I:O:L. (Institute of Love), die ein Remake des Laurie Anderson-Titels „O Superman“ aufnahmen (V2 Records). Erst mit der Gründung von 2raum-wohnung ist es ihnen gelungen, die Gunst des Publikums zu gewinnen. Die erfolgreichste Single der beiden ist nach wie vor „36 Grad“, die zum Top-20-Hit avancierte.

Zwischenzeitlich haben Humpe/Eckart auch für andere Künstler und Projekte Remixe gemacht. So auch für Rosenstolz, Ennio Morricone und den Remix zu „Trip to Asia“, die CD zur gleichnamigen Dokumentation. Leztes Jahr absolvierte das Duo Auftritte in China und Russland.

Im September und Oktober befindet sich 2raumwohnung auf Tournee in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Proben hierfür haben bereits begonnen. Zukunftspläne beinhalten ein Remix-Album von „Lasso“, das u.a. von solch illustren Remixern wie Westbam, Kalkbrenner, Thomas Schuhmacher bearbeitet wird und nächstes Jahr auf den Markt kommen soll. So ruhen sich 2raumwohnung eben nicht auf ihren Lorbeeren aus.

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