Michy Reincke (geb. am 3. Oktober 1959 in Hamburg)

Michy Reincke
Mit seinem aktuellem Album, „Hatte ich Dich nicht gebeten im Auto zu warten“ (Rintintin/Indigo/ Believe Digital), meldet sich Michy Reincke (einst Frontman der Gruppe Felix de Luxe) zurück und ist neu auf Platz 44 der Charts eingestiegen. Seit vielen Jahren ist Michy Reincke als Interpret, Komponist, Textdichter, Produzent, Verleger und Label-Chef vielseitig tätig und sagt: „Ich bin noch immer angriffslustig und möchte meine Musik dem Publikum näher bringen und den kulturellen Medien beweisen, dass ich keine Diskriminierung als kleineres Label akzeptieren werde. Ich wehre mich dagegen, dass ausschließlich Einschaltquoten und Verkäufe über den Wert und die Einsatzfähigkeit eines Liedes im Radio entscheiden sollen“.

Die Gruppe Felix de Luxe brachte der deutschen Musikbranche die fantasievolle Zeile vom „Taxi nach Paris“, die nachhaltig in Erinnerung bleibt. Der Text und die Musik stammen aus der Feder von Michy Reincke, vormals Frontman der Gruppe Felix de Luxe, die in den 80er Jahren bei Polydor und dann bei WEA unter Vertrag waren. Seit dem ist viel passiert - die innovative Zeit der Neuen Deutschen Welle ist lang vorbei, aber Michy Reincke ist nach wie vor erfolgeich tätig.

Geboren und aufgewachsen in Hamburg fing Michy Reincke an, als Teenager mit15 Jahren das Gitarrespielen zu erlernen. Beflügelt von den Songs von Bob Dylan und Neil Young spielte er in der Fußgängerzone Hamburgs als Straßenmusiker. Danach gründete er seine erste Band Scarlet Lilac - eine Schülerband, die es wissen wollte. Zu dieser Zeit war die Clubszene intakt und es gab immer die Möglichkeit für aufstrebende Bands in diesen Clubs zu spielen. Man spielte für Essen und Trinken und konnte sich auf der Bühne erproben. In seiner Anfangszeit komponierte und spielte Reincke englischsprachige Eigenkompositionen im Stil von Bob Dylan oder Mark Knopler. 1979 ist das gleichnamige Album von Scarlet Lilac bei Marifon erschienen.

Den Wechsel zur deutschen Sprache erklärt Reincke so: „In den frühen 80er Jahren kam die Deutschsprachigkeit mit Vehemenz in die einheimische Popmusik und etwas ganz Neues begann. Wenn die Kultur keine Meilensteine hat - wie man beispielsweise mit der Sprache umgeht, dann kann sich nichts entwickeln. In dieser Zeit war Udo Lindenberg ein Wegbereiter. Später gab es mit den ersten Bands der sogenannten neuen deutschen Welle - wie z.B. Ideal, Joachim Witt oder DAF - ebenso eine Initialzündung für den Umgang mit der deutschen Sprache“, so Michy Reincke.

Als 23-jähriger nahm er 1983 an dem neu eingerichteten Modellversuch für Popularmusik in Hamburg teil. Udo Dahmen, Peter Weihe und andere große Studiomusiker haben dort referiert. Dazu Michy Reinke: „Das war für mich eine Initiation, denn dort sah ich mich mit vielen anderen Musikern konfrontiert, die dasselbe Ziel hatten: Musik tatsächlich als Beruf zu probieren.“

Wie das Schicksal so spielt, lernte er die weiteren Bandmitstreiter von Felix de Luxe im Rahmen dieser Schulung kennen. 1984 ist die erste Single von Felix de Luxe bei Polydor/Deutsche Grammohpon erschienen „Eddie ist wieder da“. Auf der B-Seite war der Song „Nächte über‘s Eis“. Hier kam das Schicksal erneut zu Hilfe, als es in dem Jahr einen der strengsten Winter gab und die Hamburger Alster zugefroren war. Dies seltenes Ereignis nahm der NDR zum Anlaß, um den Titel der B-Seite vermehrt zu spielen. So kam es, dass es im März zu einer Neuveröffentlichung mit „Nächte über‘s Eis“ als A-Seite gab, der zum Airplay-Hit avancierte. Im Mai 1984 wurden die nächsten vier Titel für die Single und das Album aufgenommen u.a. „Taxi nach Paris“ - es war die Zeit von Matt Bianco und Shuffle-Swing und „Taxi nach Paris“ traf einfach das Lebensgefühl der 80er Jahre.

Sein erstes Berufsziel war es, Maler zu werden. Aber gleichzeitig wollte er schon immer Musik machen. Die Musik siegte. 1984 wurde das erste gleichnamige Felix de Luxe-Album gemeinsam mit den Bandmitgliedern produziert. Danach musste ein neutraler Beobachter her. Diesen fanden sie mit Harry Gutowski (Produzent von Franziska Menke). Unter seiner Regie entstanden die 1985 bei Polydor erschiene CD „Die Tricks des Glücks“ sowie „Männer wie wir“, das 1987 bei WEA auf den Markt kam. 1989 löste sich die Gruppe auf. Dazu Michy Reincke: „Felix de Luxe war meine Gesellenprüfung: Wie geht man mit der Vorstellung als Leben als Musiker um - wie definiert man sich als Musiker und wie glaubt man nicht an den Quatsch, Superstar zu sein, sondern wie begebe ich mich auf die Suche nach dem Menschen in mir selbst. Das empfand ich als große Herausforderung und als Geschenk. Danach habe ich das Musikerdasein als Beruf begriffen und machte einen ‚Gemischtwarenladen‘ auf.“

1988 gründete er den Rintintin Musikverlag und begann, andere Künstler zu produzieren. So verlegte er die Titel der Gruppe The Land, deren Alben zwischen 1992 und 1994 bei der Metronome erschienenen sind. Als Verleger brachte er die Gruppe zu Kick-Management. Mit dem Saxofonisten Heinz Strunk, aus dem Comedy-Team von Studio Braun, setzte er seine Verlegertätigkeit fort.

1995 produzierte und verlegte er das Album „Gretes Hits“ mit der Gruppe Strombolis für MCA Records. Seinerzeit hieß der Frontman der Gruppe Stefan Gwildis. In dieser Zeit produzierte Michy Reincke diverse Acts wie die Band Zucker und den Schauspieler Andreas Elsholz aus der RTL-Daily- Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ für edel. Schon in den 80ern hatte er Theatermusik für das Fechtspektakel „Fracasse“, das am Ernst-Deutsch- Theater in Hamburg aufgeführt wurde, geschrieben und produziert. 1998 produzierte er drei Songs für den Kinofilm „Der tote Taucher im Wald“.

Nach Felix de Luxe wandelte Michy Reincke auf Solopfaden. Fortan schrieb und produzierte er seine eigenen Alben. 1991 ist das erste Solo-Album „Paris“ bei RCA Hamburg erschienen. Die Single „Valérie, Valérie“ entwickelte sich zum Airplay-Hit und war über ein Jahr lang in den Airplay-Charts vertreten. 1992 kam das Album „Rintintin“ auf den Markt gefolgt von „Das böse Glück“ (1993). 1999 wurde das Album „Tonstrom“ auf dem Rintintin Musik-Label veröffentlicht. Ein Jahr später ist „Das Beste von Felixe du Luxe“ bei edel auf den Markt gekommen. 2002 ist das Album „Seeler“ bei edel erschienen.

In der Weiterführung seines angestrebten „Ge- mischtwarenladens“ gründete Michy Reincke 1999 das Label Rintintin, auf dem zuerst sein eigenes Album „Tonstrom“ auf den Markt kam. Vorher hatte Michy Reincke schon das erste Solo-Album von Stefan Gwildis: „Kommst zu nix“ produziert. Für seinen alten Schulfreund Stefan Gwildis hat Michy Reincke auch den Großteil der deutschen Texte für die erfolgreichen Alben mit Adaptionen alter Soul-Klassiker verfasst.

2003 ist „Album“, ein „Best of“ von Michy Reincke auf dem Rintintin Label erschienen, gefolgt von „Mach Dein Herz laut“ (2004) und dem Album „Jetzt ist schön“ (2009). 2010 kam der Longplayer „Palais Salam“ auf den Markt. 2011 wurde das Album „Der Name kommt mir bekannt vor“ veröffentlicht.

Nach drei ausverkauften Shows im Hamburger Schmidts Tivoli beginnt im Februar 2014 seine „Steh auf und scheine“-Tournee in 27 Städten, wobei er bis Juni „on the road“ sein wird mit seinem neuen Programm.

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