Moses Schneider (geb. am 18. Januar 1966 in Berlin)

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Mit dem Album „Beatsteaks“ von der gleichnamigen Gruppe (Warner Music Group) konnte Produzent Moses Schneider die zweite Nummer-eins- Chartplatzierung mit der Band erzielen. Derzeit befindet sich das aktuelle Album immer noch in den Top-Ten der Media-Control-Verkaufscharts.

Auf Empfehlung des Depeche Mode-Produzenten Gareth Jones wurde das britische Elektro-Duo Basement Jaxx , das unbedingt nach Berlin ziehen wollte, auf Moses Schneider aufmerksam. Moses Schneider erzählt: „Unser stetig wachsender Aufstieg führte auch die Gruppe Beatsteaks zu uns, als sie auf der Suche nach einem Produzenten war.“ 2004 begann die Zusammenarbeit mit den Beatsteaks und dem Longplayer „Smack Smash“ (Epitaph Records), das den Durchbruch für die Band bedeutete.“ Im selben Jahr kletterte das Album auf Platz 11 und war 39 Wochen in den Verkaufscharts vertreten. 2005 folgte die DVD „B-Seite“, das bis auf Rang 55 kam. Im April 2007 kam das Album „Limbo Messiah“ bis auf Rang 3 und blieb 24 Wochen in den Charts notiert. 2008 schoß das Album „Kanonen Auf Spatzen“ auf Rang 5 (17 Wochen in den Charts). 2011 schoß das Album „Boombox“ auf Platz 1, war 28 Wochen in den Charts vertreten und erreichte Goldstatus.

Aufgrund erfolgreicher Veröffentlichungen der Gruppen Beatsteaks, Tocotronic und Kettcar wurde Moses Schneider für den Echo 2008 in der Kategorie „Erfolgreichster Produzent“ nominiert.

Durch seine mannigfaltigen Fähigkeiten - als Produzent, Musiker, Arrangeur, Toningenieur, Mixer, Re-Mixer und Komponist - war er in verschiedenen kreativen Formen tätig für Künstler wie Fehlfarben, Bobo in White Wooden Houses, Jens Friebe, Bela B., Paula, Peter Licht, Warren Suicide, Nachlader, Mad Sin, Susi van der Meer, Pixies, Spitting Off Tall Buildings oder Seeed.

Im Laufe seiner Karriere arbeitete er somit mit solch legendären und namhaften Labels wie Island, Virgin, Mute, Labels, Traumton, Zickzack, Freibank, Epitaph, Motor, V2, Königskinder, G.U.N., Semaphore, Polydor/Universal, Zomba/ Jive, JKP, Sanctuary. Strangeways, Orbit und Buback/Vertigo sowie mit der Warner Music Group zusammen.
In Berlin aufgewachsen kam Moses Schneider sehr früh zur Musik, da seine Eltern Musiker waren. Mit sechzehn Jahren kam das Schlüsselerlebnis, als er erstmals ein Tonstudio von innen sah. Fortan hatte er nur ein Ziel: Musik und Technik miteinander zu verbinden. Er erlernte Contra- und Elektro-Bass und absolvierte sein Abitur. Danach verlief sein Werdegang vom „Teekocher zum Toningenieur“, wie er selbst sagt. Von 1985 bis 1987 arbeitete er im Sinus Tonstudio in Berlin bei Ulli Weigel, danach war er bis 1989 im legendären Hansa Tonstudio bei Tom Müller tätig. Für die entstandenen Überstunden gab es als Ausgleich kostenlose Studiozeit, in denen das Studio nicht gebucht war. 1989 ging er nach Hamburg, wo er im Verlagsstudio vom Schacht Musikverlag unter der Leitung von Benjamin Schacht arbeitete. 1990 wagte er den Sprung in die Selbständigkeit und wurde freiberuflicher Musiker und Produzent.

1991 tat er sich mit Ben Lauber zusammen und gründete die in Berlin ansässige Firma Bauknex. In dieser Zeit produzierte er solche Acts wie Nikko & the Passion Fruit (Polydor), die Grunge-Band Gum (Dragnet/Sony), bei der er auch Mitglied war und die holländische Musikerin Susi van der Meer, die elektronische Musik mit Naturinstrumenten präsentierte. Nach der Tournee-Erfahrung als Mitglied von Gum wollte er nicht mehr „on-the- road“ sein und stellte fest, dass die Vorliebe zum Arrangieren und die Studioarbeit immer größer wurde.

1995 wurde er hauptberuflicher Produzent, dessen Aufstieg langsam und stetig abseits vom Mainstream-Musikbereich stattfand. 1997 wurde die Firma Transporterraum gegründet. Seitdem teilen sich Ben Lauber und Moses Schneider das so genannte „Arbeitszimmer“ von Transporterraum, um Klang- und Elektronik-Musik zu arrangieren. Ein Jahr später kam Oli Biehler hinzu, 1999 Torsten Otto und seit 2006 gehört Philip Hoppen zum Team dazu. Als Contra-Bass-Spieler hat ihn immer der Klang vom großen Orchester fasziniert. Nachdem es mit einem Orchester nicht geklappt hat, hat er sich den Traum zumindest mit Klang- Arrangements verwirklicht. Sein großes Vorbild war schon immer der Beatles-Produzent George Martin, der stets viele Klangelemente integriert hat.

1999 kam Torsten Otto in das Produktionsteam in Berlin. Im selben Jahr wurde die New Yorker- Dependance von Transporterraum im Stadtteil East Village zusammen mit dem Amerikaner Gordon Raphael eingerichtet. In dieser Zeit wurde das Debütalbum der US-Band Strokes produziert. 2002 zog Gordon nach London und baute die britische Niederlassung Silver Transporterraum auf, die wiederum 2006 geschlossen wurde, als Gordon Raphael nach Berlin zog.

2004 wurden der Musikverlag Transporterraum Songs gegründet. Anfang 2005 kam das von Moses Schneider produzierte Tocotronic-Album „Pure Vernunft darf niemals siegen“ (Universal Music) auf Platz 3 und verweilte 18 Wochen in den Charts. Im Juli 2007 folgte das Album „Kapitulation“, das ebenfalls Platz 3 erreichte und zehn Wochen in den Verkaufscharts platziert war.

2007 kam die von Moses Schneider co-produzierte Gruppe Kettcar mit ihrem Album „Sylt“ (Hotel Grand Cleef/Indigo) auf Rang 5 der Media- Control-Charts.

Im Frühjahr 2009 ist das Album „Hordes of Chaos“ mit der Trash-Metal-Gruppe Kreator (SPV) auf Platz 16 geklettert und war 10 Wochen in den Charts notiert. 2010 ist das Nummer-eins-Album „Schall und Wahn“ von Tocotronic erschienen sowie das Live-Album des Rappers Dendemann „Vom Vintage verweht“ (Four Music), das Platz 9 der Charts erreichte. 2012 veröffentlichte Moses Schneider „Das etwas andere Handbuch - How to pimp your Übungsraum“ für Musiker, die Aufnahmen mit wenig Budget bewerkstelligen wollen. Zwischenzeitlich wurden 2.000 Stück im Eigenvertrieb verkauft und ist seit Ende August auch als E-Book erhältlich mit einer halben Stunde Audio-Material.

Der beste Beweis für minimalistische Aufnah- metechnik ist das Tocotronic-Album „Wie wir leben wollen“, das auf einer 4-Spur-Maschine aus den legendären Abbey Road-Studios aufgenommen wurde und Rang 3 der Charts eroberte.

Zur Zeit befindet sich Moses Schneider im Studio mit Tocotronic, wobei das neue Album im Mai 2015 erscheinen soll. Außerdem arbeitet er mit dem Liedermacher/Comedian Olli Schulz, dessen Single im November und das Album im Januar 2015 bei Trocadero auf den Markt kommen wird. Hierbei handelt es sich um das dritte Album nach „Es brennt so schön“ (2009) und „SOS - Save Olli Schulz“ (2012), die beide die Charts erreichten.

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