NHOAH (geb. am 4. November 1961 in Berlin)

NHOAH
Das fünfte von Nhoah produzierte Album der Gruppe Mia., „Tacheles“ (Universal Music), eroberte Rang 3 der Media-Control-Charts und befindet sich seit sieben Wochen immer noch in den Top 50 der Bestseller-Alben.

Was sich wie ein Overnight-Success darstellt, basiert in Wirklichkeit auf fünfzehn Jahre harter Arbeit der fünfköpfigen Band, bestehend aus Frontfrau Mieze, Ande (Gitarre), Bob (Bass) und Gunnar (Schlagzeug), die sich 1997 formiert hatte. Ein Jahr später begann bereits die Zusammenarbeit mit dem von Nhoah, Staab und Inga Königstadt neugegründeten Label Respect-or-tolerate - kurz R.O.T.

1998 tat sich Nhoah mit Staab und Inga Königstadt zusammen, um das in Berlin ansässige R.O.T -Label zu gründen. „Wir bieten eine Mischung aus Management und kreativer Beratung an“, so Nhoah: „Ich glaube, ich habe jeden Fehler, den man machen kann, gemacht. Ich möchte meinen Künstlern diese Frustmomente ersparen.“

Zu den weiteren von Nhoah produzierten Künstlern gehört die Band The Aim of Design is to Define Space, Mistah Bombsch und Flexevil, die auf Songs von Nhoah gerne zurückgreifen.

Gut Ding will also Weile haben, und so ist die von Nhoah geschriebene Debütsingle „Factory City“ erst 2001 auf dem R.O.T- Label erschienen. Anschließend ist die Aufnahme auf den Compilations-CDs von Bpitch Control und dem Low Spirit-Label erschienen, das der Band eine internationale Verbreitung bescherte.

Im November 2001 kam die Zusammenarbeit zwischen R.O.T. und Columbia/Sony Music für die Veröffentlichungen von Mia. zustande. Die Vorabsingle „Alles Neu“ war 2002 acht Wochen in allen drei Dance-Charts vertreten. Das dazugehörige Video war auf Powerplay- Rotation bei MTV Deutschland. Das von Nhoah produzierte Debutalbum „Hieb und Stichfest“ ist im August 2002 erschienen und erreichte die Top 40 der offiziellen Verkaufs-charts. Die Videos zur zweiten Single, „Verrückt“, sowie zur dritten Singleauskopplung, „Kreisel“, fand MTV ebenfalls ausstrahlungswürdig für die Powerplay-Rotation. Duch ihre zahlreichen Konzerte machte sich Mia. langsam aber stetig einen Namen und brachte es sogar auf die Titelseite des renommierten „Spiegel Kultur“-Magazins.

Im September 2003 ist die Single „Was es ist“ im Rahmen des vom R.O.T-Künstlerkollektiv initiierten Kunstprojektes „Angefangen“ erschienen. 2004 kam die Single „Ökostrom“ aus dem zweiten Album „Stille Post“ an den Start. Das Album erreichte auf Anhieb Platz 14 der offiziellen Charts. Die Vorabsingle „Hungriges Herz“ wurde von Mia. beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest präsentiert und kam bis auf Rang 24 der Media-Control-Charts.

2006 erschien das etwas mehr elektronisch anmutende Album „Zirkus“, das bis auf Rang 2 kam und 28 Wochen Charts notiert blieb. Im Juli 2008 kam die Single „Mein Freund“ von Mia. auf Rang 15 der Charts und blieb 12 Wochen in der Bestenliste notiert. Im Mai 2009 kletterte die Single „Tanz der Moleküle“ von Mia. auf Rang 19 und war 36 Wochen in den Charts vertreten.

Das 2008 bei Sony Music erschienene Album von Mia., „Willkommen im Club“, kam auf Rang 4 und blieb 10 Wochen in den Charts notiert und reflektiert die Selbstfindungszeit der Band dar.

Geboren und aufgewachsen in Berlin besuchte Nhoah die Oberschule und absolvierte sein Abitur. Nach dem Akkordeon-, Schlagzeug- und Keyboard-Unterricht spielte er in diversen Bands, die jedoch stets Eigenkompsitionen spielten. Von Anfang an wusste er, dass er einen musikorientierten Beruf ergreifen wollte. Auf einer Audition lernte er einen Gitarristen kennen, der ihn zur US-Punkband Wayne County‘s Electric Chair alias Jane County brachte. Als Schlagzeuger machte er sich rasch einen Namen in der Berliner Musikerszene und arbeitete u.a. für Romy Haag. Trotzdem versuchte er immer, nebenbei seine eigene Musik zu machen.

Mit seiner eigenen Band, Komeda Artists, die skurrile New Wave-Musik präsentierte, gewann er den Berliner Senatswettbewerb. Über einen belgischen Manager wurde er 1980 nach Antwerpen eingeladen, auf einem Festival mit einer damals noch unbekannten Band namens Bronski Beat zu spielen. Zurück in Berlin arbeitete er im Umfeld des Hansa-Tonstudios mit Gareth Jones zusammen und wirkte mit bei Produktionen u.a. mit den Pogues und zahlreichen anderen internationalen Künstlern.

Zu seinem Aufstieg sagt Nhoah: „Deutsche sind oftmals Ingenieure in dem, was die machen. Meine eigene Herangehensweise im Elektronik-Musikbereich kam bei den Engländern gut an.“ Danach produzierte Nhoah mehrere Alben mit der deutschen Band Peacock Palace um die Sängerin Petra Jansen, die bei CBS in Frankfurt unter Vertrag war.

Seine musikalische Vorliebe jedoch galt stets der halb-elektronischen Musik, die auch etwas härter und rockiger war. Als passionierter Clubgänger und Abtänzer begab er sich in die DJ-Kultur. Nhoah erzählt: „Ich habe einen guten Instinkt für Musik. Wenn es mir gefällt, dann gefällt es meistens vielen anderen auch.“

1980 führten ihn seine Wege zu dem in Berlin ansässigen Produzenten Jack White, der seinerzeit ein Album mit dem US-Schauspieler David Hasselhoff produzierte. Nhoah konnte den Song „Keep the Jungle Alive“, der ursprünglich für Walt Disney-Productions entstand, für das selbstbetitelte Hasselhoff- Album platzieren. Vom Album wurden über eine Million Tonträger verkauft, es erreichte somit Platinstatus. Anschließend arbeitete er bei René Tinner im legendären Can Studio in Weilerswist bei Köln.

Mit seinem ungewöhnlichen Sound gilt Nhoah als einer der Erfinder der Elektro-Clash- Musikrichtung. Zwischenzeitlich schreibt er auch Filmmusik und unterstrich seine musikalsiche Vielfältigkeit mit Produktionen von französichen Chansons bis hin zu Tango- Musik. „Ich bewege mich so durch die Welt, dass das, was ich tue, mir Spaß macht.“

Sein erstes Soloalbum heißt Tangowerk by Nhoah. Es entstand in Zusammenarbeit mit argentinischen Ikonen wie Adriana Varela und Walter Chino Laborde sowie berliner und internationalen Künstlern wie Louie Austin, Berlin Comedian Harmonists, Lulu Schmidt und Ina Viola, die Elektro- Synthesizer plus Tango präsentiert und im Mai 2011 als „Tangowerk“-CD im Vertrieb von Universal Music (GSA) sowie von Zebralution (Digital) weltweit veröffentlicht wurde. Siehe: www.tangowerk.com

Nachdem Nhoah seine Liebe zu Buenos Aires entdeckte, sagt er: „Die Energie der Menschen und der Stadt ist erstaunlich“. Hierfür setzt er derzeit seine ganze Energie ein. Mit der Live-Show von Tangowerk, die über ein weltweites Booking global gefragt ist, wird die Gruppe für Shows von Glasgow, London, Miami bis nach Algier gebucht. Abschließend sagt Nhoah: „Für mich sind die Soundgestal tungsmöglichkeiten sehr wichtig - den Sound mit dem Musikwerk zu vereinbaren, ist das, was mich kollossal reizt.“

Kontakt:
R.O.T Label Management
Wollinerstraße 18/19
10435 Berlin
Tel: 030-4401092-8
R-O-T@R-O-T.de
www.r-o-t-de