Patrik Majer (geb. am 20. April 1971 in Decin, Tschechien)

Patrik Majer
Produzent, Musikverleger, Studiobetreiber und Echo-Preisträger Patrik Majer erweitert seine Freudenhaus-Firmenfamilie: Zum Studio und Musikverlag kommt nun das Label Freudenhaus Recordings hinzu. Er kommentiert dazu: „Es ist für mich die logische Konsequenz, dass ich nach Studio und Verlag jetzt auch ein Label betreibe. Ständig wurde ich von Bands und Künstlern darauf angesprochen, ein Label für ihre Veröffentlichungen zu gründen. Letztendlich ist es für mich wichtig, dass ich alle Möglichkeiten mit einer kompletten Infrastruktur flexibel - sei es rein als Produzent, als Verlag oder als Label - anbieten kann und nicht von irgendwelchen (Be-)Stimmungen eines anderen Labels abhängig bin.“

Beim ersten Act bei Freudenhaus Recordings handelt es sich um die junge Mindener Band U3000, die bereits im Frühjahr im Freudenhaus Studio an ihrem Debütalbum arbeiteten. Als erste gemeinsame Veröffentlichung ist am 1. August zunächst die Doppel-Single mit den Indie-Synthie- Pop-Titeln „Galaxie“ und „Niemals“ im Vertrieb bei Believe Digital erschienen. Der Song plus das dazugehörige Video genießen bereits Internet- und Radio-Airplay. Außerdem geht die Band im Herbst auf Club-Tour und ist bereits als Vorgruppe für Clueso und Cäthe aufgetreten.

Patrik Majer will das Label „nach und nach“ aufbauen. So könnten zwei bis maximal drei Künstler pro Jahr folgen, wobei er über die Zusammenarbeit mit etwaigen Partnern in den Bereichen Marketing und Promotion passend zu den jeweiligen Künstlern entscheiden wird. Bei U3000 arbeitet er mit Walter Holzbaur und dem bewährten Wintrup-Team zusammen, das bereits Wir sind Helden zum Erfolg führte.

Aufgewachsen in Berlin, machte Patrik Majer als 15-Jähriger ein Praktikum beim Studiomanager und Produzenten Tom Müller im renommierten Hansa Studio. Dieser ermutigte ihn, nach dem Schulabschluss wieder zu kommen. Das war für ihn das Schlüsselerlebnis, denn abgesehen von der Atmosphäre, war er fasziniert von der Mischung aus Musik und Technik - genau die zwei Gebiete, die ihn am meisten interessierten. Er spielte als Bassist und Keyboarder in diversen Bands und wollte nach dem Abitur studieren. Letztendlich entschied er sich für eine Ausbildung als Tontechniker bei der SAE. Mit 19 Jahren fing er als Tonassistent im Vielklang Studio von Jörg Fukking an. Die vielen Produktionen, die dort im Indie-Rock-Bereich gemacht wurden, trafen genau seinen Geschmack. Nebenbei besuchte er die Tontechnikerschule. So konnte er die Theorie mit der Praxis gleichermaßen verbinden und sagt: „Ich bin sehr froh, dass ich noch zu der Generation gehöre, die die alten Studiozeiten kennen gelernt hat. So bekam ich die Möglichkeit, von den ‚alten Hasen‘, den etablierten Tonmeistern und Produzenten zu lernen, was heutzutage leider nicht mehr allzu oft möglich ist.“

Ab 1993 saß Patrik Majer als Toningenieur am Aufnahmepult und bewies seine musikalische Vielseitigkeit als Toningenieur, Mixer oder Remixer für Acts wie Philip Boa & the Voodooclub, Nick Cave & the Bad Seeds, Nikolai Tomas von Poems for Laila, The Bates, The Vygors, Bela B. & Diane Lemonbaby, Victoria Faiella, Rainbirds, Mina, Aroma und für die US-Gruppe Calexico.

Ab 1995 arbeitete er im Audio Studio unter der Ägide von Udo Arndt, der ihm auch seinen Spitznamen „El Pattino“ gab. Als Co-Produzent und Toningenier zeichnete er zusammen mit Udo Arndt verantwortlich für das Lemonbabies-Album „Pussy Pop“ (Sony Music). Zwei Jahre später war er alleiniger Produzent für das Album „Porno“, gefolgt vom 1999 veröffentlichten Longplayer der Gruppe „Now & Forever“, der bei Four Music auf den Markt kam.

2001 produzierte er die Brit-Pop-Single „Universe“ von und mit Monkeeman (BMG). Unter dem Namen „You Could Be the First“ wurde dieser Titel von den No Angels aufgenommen. Für die No Angels produzierte er diesen Track sowie die Eurythmics-Coverversion von „There Must Be an Angel“ zusammen mit Peter Plate. Die Single erreichte Platz eins und war 17 Wochen in den Charts vertreten.

Im Jahr 2001 gründete er die Freudenhaus Studios und den Freudenhaus Musikverlag. Als Toningenieur und Mixer hat er von Beginn an alle Alben von Rosenstolz aufgenommen und gemischt. Im März 2001 ist die Doppel-CD-Single „Schwarze Witwe“, interpretiert von AnNa R und Nina Hagen, gekoppelt mit dem Song „Total Eclipse“ von Marc Almond, bis auf Platz 21 der Charts gekommen und blieb sieben Wochen notiert. Zusammen mit Peter Plate und Ulf Leo Sommer avancierte er zum Co-Produzenten und übernahm die Aufgaben als Programmierer, Toningenieur und Mixer des Rosenstolz-Albums „Kassengift“ (Polydor), das 2002 die Media-Control-Charts anführte. Zusammen mit Peter Plate produzierte Patrik Majer auch das Folgealbum „Macht Liebe“ (Polydor), das Platz 3 erreichte und 23 Wochen in den Charts vertreten war.

Innerhalb eines Jahres nach der Gründung eroberte die junge Band Wir sind Helden (anfangs sogar ohne Schallplattenvertrag) die Charts. 2003 kletterte die Debütsingle „Guten Tag“ auf Rang 53 und blieb neun Wochen notiert. In Eigenregie - jedoch mit Unterstützung der Independent- Musikverlage Wintrup Musik und Freudenhaus Musikverlag - veröffentlichten Wir sind Helden die gleichnamige Fünf-Track-EP, die im November 2002 bei Supermodern Music (im Indigo Vertrieb) auf den Markt kam. Der Track „Guten Tag“ wurde von den Rundfunksendern gespielt und das von Wintrup und Freudenhaus finanzierte Low-Budget- Video gar von MTV auf Rotation gesetzt. Unter diesen Vorzeichen gelang es Christof Ellinghaus, Labels Germany, die heiß umworbene Gruppe unter Vertrag zu nehmen. Im Juli 2003 kletterte das Debütalbum „Die Reklamation“ auf Platz 2 der Charts und war 95 Wochen notiert (mit über 500.000 verkauften Einheiten). Im April 2005 kam die Gruppe auf Rang eins der Media-Control-Charts mit dem Album „Von hier an blind“, das Doppel- Platinstatus für mehr als 400.000 verkaufte CDs erreichte. Hinzu kamen die ausgekoppelten Chart- Singles „Gekommen, um zu bleiben“, „Von hier an blind“, „Nur ein Wort“ (Platz 28) und „Wenn es passiert“ (Platz 41). Dies brachte Patrik Majer einen Echo-Preis als „Erfolgreichster Produzent“ des Jahres 2006 ein. 2007 kam das dritte und letzte von Majer produzierte Album „Soundso“ auf Rang 2. Für das aktuelle Solo-Album „Ein leichtes Schwert“ von Judith Holofernes hat Majer einige Songs gemischt.

Neben weiteren Arbeiten als Mixer hat Majer mit der Sängerin Saint Lu zwei Alben produziert, die bei Warner Music erschienen sind. Das selbstbetitelte Debütalbum erreichte die Charts im Dezember 2009 sowie die daraus ausgekoppelte Single „Don‘t Miss Your Own Life“. Im März 2013 kam das Album „2“ in die Top 40 der Charts. Die Single „Craving“ und das Album erreichten die Top-Ten der iTunes-Charts. Derzeit wird am dritten Album gearbeitet. Neu am Start hat Patrik Majer das Duo Nosoyo, das schon in London und Amsterdam für Aufsehen gesorgt hat.

Zu seiner Zielsetzung sagt Patrik Majer: „Mir ist wichtig, immer die Musik zu machen, die ich mir selber kaufen würde. Und was mir am meisten Spaß macht, ist, junge Bands oder Künstler aufzubauen, musikalisch zu betreuen und das Projekt im Ganzen weiter zu entwickeln.“

Kontakt:
Freudenhaus Musikverlag
Patrik Majer
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