Phillipp Hoppen (geb. am 2. September 1979 in Lübeck)

Phillipp Hoppen
Das zweite von Philipp Hoppen produzierte Album „In Schwarz“ von der Gruppe Kraftklub (Universal Music) schoss auf die Pole Position der Media-Control-Charts und befindet sich derzeit immer noch unter den Top-Fünf- Chartplatzierungen.

Nebulöser konnte eine Band ihr neues Album wohl kaum ankündigen, wie es Kraftklub vorgemacht haben. Von langer Hand geplant, zauberten die Jungs aus Chemnitz inkognito eine angeblich aus Hamburg kommende Pseudonym-Punkband namens In Schwarz aus dem Hut, die mit ihrem Musikvideo „Hand in Hand“ Medien und Soziale Netzwerke ordentlich aufmischte. Niemand ahnte, wer die eigentlichen Drahtzieher hinter der Punkband im Video waren. Die Rechnung ging auf.

Erst Anfang Juni lüftete sich der geheimnisvolle Vorhang während der Pro7-Show „Circus HalliGalli“, als Kraftklub sich mit ihrer Performance des Songs „Hand in Hand“ spektakulär als Drahtzieher des Medien-Gags outeten. Dass diese Aktion mächtig Spaß gemacht haben muss, liegt auf der Hand. Damit war es also raus: Kraftklub veröffentlichten am 12. September 2014 mit „In Schwarz“ ihr zweites Album nach dem Debüt „Mit K“ und die erste Singleauskopplung „Hand in Hand“ gab den musikalischen Startschuss.

Dies ist das zweite von Philipp Hoppen produzierte Nummer-eins-Album, denn bereits 2012 erreichte das Debütalbum „Mit K“ von Kraftklub auf Anhieb Platz 1 der offiziellen Media-Control-Charts.

Bis dahin war es jedoch ein langer Weg: Acht Monate Arbeit mit der Band Kraftklub im Proberaum und im Studio. Obwohl die Band aus Chemnitz erst 2010 gegründet wurde, machte sie bereits ein Jahr später bundesweit auf sich aufmerksam, als sie den Song „Ich will nicht nach Berlin“ beim Bundesvision Contest 2011 präsentierte. Während dessen baute Kraftklub eine große Fanbase aus, in dem sie überall auf Open-Air-Festivals (u.a. „Rock am Ring“) sowie als Support-Act für Beatsteaks, Caspar und Fettes Brot spielten.
Im Laufe seiner vielseitigen Karriere arbeitete Philipp Hoppen in diversen Funktionen für Künstler wie die Ärzte, Echt, K.I.Z., Deichkind, Fehlfarben, Peter Maffay, Rosenstolz, Guano Apes, Beatsteaks, Materia, Miss Platnum oder BAP.

In jungen Jahren erlernte er klassische Gitarre, die er alsbald für eine E-Gitarre eintauschte, da ihm diese Musik mehr Spaß macht. Philipp Hoppen erzählt: „Bereits damals habe ich mir vorgestellt, dass in meinem Kassettenrecorder eine kleine Band sitzt. Insofern hat mich die Verbindung zwischen Musik und Technik schon immer fasziniert.“

Mit 19 Jahren verließ er das Gymnasium und arbeitete am Bau und als Tischler. Nachdem für ihn nur die Musik als Beruf infrage kam, begann er 2000 ein Praktikum als Studio-Assistent beim erfolgreichen Produzenten Franz Plasa (u.a. Echt) im Home Studio in Hamburg.

Zunächst mal bedeutete dieser Schritt die klassische Ausbildung vom Tea-Boy zum Studio Assistant (2000 bis 2003). In der Zeit von 2003 bis 2006 arbeitete er als Personal Assistant an der Seite des renommierten Mixers Peter Schmidt und erlernte sein Handwerk durch die Praxis am Mischpult.

Mit Peter Schmidt ist Philipp Hoppen nach Berlin gereist, um im Teldex Studio eine Aufnahme von Rosenstolz zu mischen. Danach arbeiteten die beiden am Aufbau des Ballsaal Studios von Peter Schmidt in Berlin.

Philipp Hoppen weiter: „2006 war die Zeit irgendwie reif für Veränderung. So kam es, dass ich ein Zuhause im Transporterraum Studio in einer Kreativzelle mit Produzenten wie Moses Schneider (Beatsteaks, Ohrbooten u.a.). Stefan Gottwald und Ben Lauber ging und dort viele namhafte Produktionen mixte.“

So ging es bereits weiter mit der im Oktober 2006 erschienen LP „No Nuts, No Glory“ der Gruppe Die Happy auf dem G.U.N.-Label, die bis auf Rang 28 der Charts kam. 2007 folgte das Nummer-eins-Album „Jazz ist anders“ von den Ärzten (Hot Action).

Nach Non-Stop-Produktionen im Studio erlebte Philipp Hoppen mit 27 Jahren das, was man heutzutage „Burn Out“ nennt. Es dauerte acht Monate, bis er wieder bereit war, erneut kreativ zu arbeiten. So fing er wieder mit Indie-Themen an und mischte unter anderem die Produktionen folgender Acts:

2009 mischte er das Fehlfarben-Album „Glücksmaschinen“ (Tapete), das die Charts erreichte. Im selben Jahr mixte er das Album „The Angst and the Money“ von der Gruppe Ja, Panik! (Staatsakt). 2010 „Vom Vintage verweht“ von Dendemann (YoMama/Sony BMG), sowie ebenfalls 2010 die CD „Das Island Manoever“ der Gruppe Turbostaat (Warner). Im August 2010 dann „Zum Glück in die Zukunft“ von Materia (Four Music). Im Juni 2011 erschien das Album „Urlaub für‘s Gehirn“ von K.I.Z. (Vertigo/ Universal).

Im Februar 2012 erreichte das überwiegend von Philipp Hoppen gemischte Album „Befehl von ganz unten“ der Gruppe Deichkind (Universal Music) Platz 2 der Charts und blieb 34 Wochen notiert. Dieser Erfolg als Mixer konnte Hoppen noch toppen, als das Album „Auch“ von der Gruppe Die Ärtze (Hot Action) im April 2012 die Charts anführte und ebenfalls 34 Wochen dort vertreten war. Aussderm hatte er das Album „Dom“ von Joachim Witt gemischt, das 2012 Rang 6 der Charts erreichte. Im Mai 2014 kam das Album „Neumond“ von Joachim Witt auf Platz 8. Danach mischte er das aktuelle Fehlfarben- Album und arbeitete an einem Projekt mit Niko von der Gruppe KIZ namens „WassBass“.

Zu den weiteren von Philip Hoppen gemischten Albumproduktionen gehört die Materia-CD „Zum Glück in die Zukunft 2“, die auf Platinstatus hinsteuert, sowie das aktuelle Album von Miss Platnum “Glück und Benzin“ (Four Music). Als Musical Director zeichnet er für den Dokumentar- Kinofilm und die Blu-ray Live-DVD „Wacken 3D“ verantwortlich. Zudem mischte er die aktuelle Alben von Farin Urlaub, Olli Schulz, K.I.Z., der Gruppe Wunderkynd und den Schweizer Dagobert, der Liebeslieder präsentiert.

Seine Zukunftspläne: „Ich kann mich nicht um mangelnde Arbeit mit diversen Anfragen beklagen. Trotzdem versuche ich am Wochenende nicht zu arbeiten, um Zeit für meine Familie zu haben.“ Abschließend verrät Philipp Hoppen seinen Wunschtraum: „Ich bin zwar noch sehr hungrig, aber ich komme halt aus einem Dorf. So wünsche ich mir irgendwann ein Haus, in dem ich mit meiner Familie wohnen und dort ein Studio auf dem Land einrichten kann.“ Just in diesen Tagen hat er seinen Traum mit einem Umzug aufs Dorf bereits erfüllt.

Derzeit produziert Hoppen das Album der Heidelberger Band Irie Révolté, das Anfang nächsten Jahres auf dem Ferryhouse-Label erscheint.

Zum Thema des anhaltenden Erfolgs meint Philipp Hoppen: „Es ist harte Arbeit - malochen - und Disziplin. Es bedeutet ehrlich sein, es bedeutet loyal sein und es bedeutet konsequent zu sein - und dann kommt natürlich noch eine Portion Glück dazu.“

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