Stefan Raab (geb. am 20. Oktober 1966 in Kln)

Stefan Raab
Der Wirbelwind Lena Meyer-Landrut hat die Herzen aller in ganz Europa im Sturm erobert und den Eurovision Song Contest 2010 mit dem von Julie Frost und John Gordon geschriebenen Titel „Satellite“ (USfO/Universal Music) gewonnen. Somit ist es Produzent Stefan Raab zum vierten Mal - nach Guildo Horn, Stefan Raab (selbst als Interpret) und Max Mutzke - gelungen, frischen Wind in den Eurovision Song Contest zu bringen.

Die Liste der Charterfolge von Stefan Raab als Musikproduzent ist lang. Zwei Mal wurde er mit dem Echo-Preis als „Erfolgreichster nationaler Produzent“ (1997 und 2001) geehrt. Außerdem erhielt er den Echo-Preis als „Medienmann des Jahres“ und wurde mit der Goldenen Stimmgabel, dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Diese Erfolge untermauern nur die vielseitigen Talente von Stefan Raab gekoppelt mit Geschaftssinn, die zu einer beispielslosen Karriere führten.

Geboren und aufgewachsen in Köln, besuchte Stefan Raab ein Jesuiten-Internat in Bad Godesberg, absolvierte 1986 sein Abitur und studierte fünf Semester Jura in Köln und Bielefeld. Parallel dazu absolvierte er eine Metzgerlehre, nicht nur um im elterlichen Betrieb tätig zu sein, sondern primär, damit er für die Musik unabhängig sein konnte. Nebenbei erlernte er autodidaktisch einige Instrumente und nahm Schlagzeugnterricht. Bereits mit elf Jahren war er Sänger und Drummer in einer Rockabilly-Band, später spielte er u.a. in einer „Sakro-Pop-Band“, die sakrale Popmusik darbot. Mit seinem Kommilitonen Till Brönner fing er an, Songs zu schreiben und zu arrangieren. So entstand seine erste Veröffentlichung: „Get Ready“ (UBM) - ein Instrumental-Easy-Listening-Soul-Album. Das 4-Spurgerät mit Drumcomputer in seiner 40 qm-Dachzimmerwohnung führte bereits 1992 zum Namen Roof Groove Studio und den gleichnamigen 1995 gegründeten Musikverlag. Durch Zufall konnte er einen Song bei einer Werbeagentur für das Getränk Punica platzieren. Ein Auftrag führte zum nächsten und so komponierte Raab zahlreiche Werbejingles, Film- und Fernseh-Musiken. 1994 bewarb er sich als Jingle-Produzent bei dem neu ins Leben gerufenen deutschen Musikvideo-Kanal VIVA und wurd aufgrund seines Fotos gleich zum Casting eingeladen. Er erhielt den Job als Moderator der Sendung „Vivasion“, bei der er seinem Humor erstmal freien Lauf lassen konnte - was schon damals beim Publikum gut ankam. Kaum hatte er sich als Fernsehansager bewährt, drängte es ihn schon zu neuen musikalischen (Un)Taten.

1994 ist die gleichnamige CD von Stefan Raab & die Bekloppten (edel) erschienen. Die Single „Böörti Bööti Vogts“ kam auf Rang 4 der Charts. Das von DoRo produzierte Video zur „Shalala-Version des zuletzt genannten Liedes bleibt unvergessen. Die daraus ausgekoppelte Hip-Hop-Version des Titels „Ein Bett im Kornfeld“ featuring „Onkel Jürgen“ Drews & Bürger Lars Dietrich kam auf Rang 27 der Media-Control- Charts.

Mit der Produktion des Albums „Dicke Dinger“ (Nucleus/Eastwest) wurde die Zusammenarbeit mit Bürger Lars Dietrich fortgesetzt. Die daruas ausgekoppelte Single des Rappers - eine Coverversion des Dr. Hook-Titels „Sexy Eyes“- aus dem die komödiantische, deutsche Version samt witzigem Video-Clip „Sexy Eis“ entstand. 1996 kam die Single bis auf Platz 12 der Charts.

Anlässlich des 25. Jubiläums der Sendung mit der Maus (ZDF) entstand 1996 die Single „Hier kommt die Maus“, eine Rap-Version von Stefan Raab (BMG). Die Single kletterte bis auf Platz 2 der Charts, hielt sich dort 19 Wochen auf und wurde für mehr als 400.000 verkaufte Tonträger mit Gold ausgezeichnet. 1996 verkaufte kein anderer Musikproduzent soviele Singles wie Stefan Raab - was ihm den Echo-Preis als „Bester Nationaler Produzent“ einbrachte.

1997 ist das teilweise von Stefan Raab produzierte Album „Alles mit ‘m Mund“ mit der Gruppe Die Prinzen erschienen, auf dem er als Co-Schreiber einiger Titel zeichnet. Das Album kam auf Platz 25 und blieb 10 Wochen in den Charts notiert.

Mit Despektierlichkeit gekoppelt mit Humor gelang es Raab, 1998 erstmals verkrustete Strukturen bei der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest zu sprengen. Das von ihm komponierten und produzierten Lied „Guildo hat euch lieb“, interpretiert von Guildo Horn & die orthopädischen Strümpfen (EMI), errang einen 7. Platz beim Grand Prix in Birmingham. Hier zu Lande schoss die Single auf Anhieb auf Platz 4 der Media-Control Charts und blieb 16 Wochen lang notiert.

1999 gründete er die eigene Fernsehproduktionsfirma Raab-TV in Zusammenarbeit mit Brainpool. Dazu Raab: „Als Unternehmer bin ich unabhängig und kann die Vorhaben, woran ich persönlich glaube, selber bestimmen.“ Im März 1999 startete der einstige VIVA-Moderator seine eigene Fernsehsendung „TV total“ bei ProSieben. Knapp sechs Monate später erhielt er dafür den Deutschen Fernsehpreis in der Sparte „Beste Unterhaltungssendung“. Die Popularität der Sendung wurde dann noch unterstrichen durch zwei von Raab produzierten Single- Aufnahmen, die aus den dort präsentierten Späßen hervorgingen: „Ö la Palöma Blanca“ - die sächsische Version des George-Baker- Selection-Hits, interpretiert vom Duo Ö la Palöma Boys (edel), erreichte Rang 2, verkaufte mehr als 520.000 Singles und wurde mit Platin ausgezeichnet. Die Folgesingle des Duos „Once You Drink Tequilla“ war ein Top-20-Hit und verkaufte 70.000 Exemplare.

Bald darauf wurde dieser Erfolg noch übertroffen von dem von Raab geschriebenen, produzierten und interpretierten Country & Western-Song vom „Maschen-Draht-Zaun“ (mit der von der Hausfrau Regina Zindler im sächsischen Dialekt gesprochenen Titelzeile). Die Single schoss auf Platz 1 der Charts. Insgesamt wurden mehr als 930.000 Exemplare (Dreifach-Gold und Doppelplatin) verkauft.

Im Oktober 2000 stieg die von Stefan Raab feat. DJ Bundeskanzler interpretierte Single „Hol‘ mir ma ne Flasche Bier“ auf Platz 2 der Charts. 2001 wurde Stefan Raab zum zweiten Mal mit dem Echo-Preis als „Erfolgreichster nationaler Produzent“ ausgezeichnet.

Beim Eurovision Song Contest 2001 vertrat Stefan Raab Deutschland mit dem von ihm geschriebenen und produzierten und interpretierten Titel „Wadde Hadde Dudde da?“ (Platz 5 in Stockholm). Die Single schoss auf Platz 2 der Charts und erzielte Goldstatus.

Im Dezember 2001 kam die Single „Wir kifen“ auf Platz 3 und erreichte ebefalls Goldstatus nach 14 Wochen Chartaufenthalt. Ein Jahr später kam die Duett-Aufnahme mit Shaggy „Gebt das Hanf frei“ auf Rang 4.

Mit „Stefan Sucht den Super Grand Prix Star“ (SSDSGPS) ist es Raab gelungen, das Musik interessierte Publikum auf breiter Ebene zu begeistern und den Newcomer Max Mutzke mit dem Titel „Can‘t Wait Until Tonight“ 2004 ins Rennen zu schicken.
Dieser erreichte Platz 8 in Istanbul. Hier zu Lande führte die Single die Charts an und erzielte Goldstatus für 200.000 verkaufte Exemplare Das gleichnamige Album von Max Mutzke erreichte ebenfalls Platz 1 und blieb neun Wochen in den Charts notiert.

Mit der ARD/Pro7-Kooperation und der Sendung „Unser Star für Oslo“ wurde Lena als Repräsentantin für Deutschland ermittelt. Zwischenzeitlich hat die Nummer-eins-Single „Satellite“ (produziert vom Produzenten- Team Valicon) dreifach Gold erzielt. Das von Stefan Raab produzierte Nummer-eins- Debütablum „My Cassette Player“ erreichte Goldstatus.
Die Chancen stehen gut, dass dieser Eurovisionsbeitrag den bis dato erfolg- reichsten europaweiten Charttitel (nach „Waterloo“) markieren wird.

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