Swen Meyer (geb. am 25. August 1974 in Aurich)

Swen Meyer
Mit dem von Swen Meyer produzierten Album „Stardust“ von Lena (Universal Music), das auf Rang 2 der Charts einstieg, erzielte der Produzent seinen bisher größten Charterfolg.

War es doch erst im Juli 2011, als das Album „Wenn Worte meine Sprache wären“, interpretiert vom Newcomer Tim Bendzko (Four Music/Columbia/ Sony Music), auf Platz 4 der Media Control-Charts einstieg und 68 Wochen in den Verkaufscharts vertreten war. Die Vorabsingle „Nur noch kurz die Welt retten“ entwickelte sich zum Airplayhit und kletterte bis auf Rang 2 der Media-Control- Charts und war 47 Wochen notiert. Gold- und Platinauszeichnungen folgten.

Swen Meyer erzählt: „Die Zusammenarbeit mit Lena kam zustande, da sie einige meiner Produktionen kannte.“

Im Laufe seiner musikalischen Karriere hat Swen Meyer überwiegend mit Underground-Künstlern wie Kettcar, Olli Schulz, Tomte, Kilians, Marr sowie mit Jan Delay, Jürgen Vogel, Nena & Sam Ragga Band, Heike Makatsch, Fettes Brot und Dick Brave zusammen gearbeitet.

Aufgewachsen in Aurich besuchte Swen Meyer ein humanistisches Gymnasium, wo er sein Abitur absolvierte. Seit seinem sechszehnten Lebensjahr gründete er eigene Punk- und Rock-Bands, in denen er Gitarre und Tasten spielte. Swen Meyer erzählt: „Mein Berufsziel war relativ früh sehr klar. Über die Jahre habe ich immer wieder alles in Equipment investiert“ und bastelte sich damals ein erstes kleines Aufnahmestudio.

Anfang der 90er Jahre begann die Zeit des Crossovers. So kam Swen Meyer in eine Band mit elektrischen Gitarren und HipHop-Beats, die bei einer Major- Company einen Vertrag an Land zogen.

Nach dem er sich die Grundkenntnisse selbst beigebracht hatte, wollte er umbedingt den Alltag in einem professionellen Tonstudio kennenlernen und bewarb sich als Praktikant, bekam aber zunächst eine Absage. Im MOB Studio von Horst Siewert produzierte der britische Produzent Andrew Eldritch, der bereits mit zwei Tonassistenenten unzufrieden gewesen war und sie aus der Produktion nahm. Hierbei bekam Swen Meyer unverhofft die Einstiegschance seines Lebens und bewährte sich dabei erfolgreich. Swen Meyer dazu: „Das bedeutete mir sehr viel und war für mich als staunender Studioneuling ein erster Erfolg.“

So begann seine Laufbahn vom Tea-Boy zum Produktionsassistent in einem Hamburger Tonstudio. Wissbegierig und bereit, alle Entbehrungen auf sich zu nehmen, übernachtete er auch im Studio, da seine Assistenzzeit sofort begann und noch keine Wohnung gesucht oder finanziert werden konnte.

Mit 23 Jahren folgten die ersten Toningenieur- Jobs. Nach dieser Lehrzeit erarbeitete er mit 27 die ersten eigenen Produktionen mit der Gruppe Kettcar und Tomte, die auf dem Independent-Label Grand Hotel van Cleef (GHvC) veröffentlicht wurden und ebenfalls die Top 10 der Verkaufscharts erreichten.

Im Jahr 2001 produzierte Swen Meyer die Score- Musik zum Fatih Akin-Film “Im Juli“ mit Moritz Bleibtreu und Christiane Paul und bewies somit seine musikalische Vielseitigkeit.

Dazu kam das Kettcar-Album „Du und wieviel von deinen Freunden“ (GHvC 2001), gefolgt vom Album „Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen“, das 2005 Rang 5 der offiziellen Charts erreichte und acht Wochen dort rangierte. Daraus sind die Singles „48 Stunden“ und „Deiche“ hervorgegangen, die beide die Charts erreichten. 2008 ist das Kettcar-Album „Sylt“ erschienen, das bis auf Platz 5 kam und acht Wochen in den Charts notiert blieb. 2010 hat Swen Meyer das Kettcar- Live-Album „Fliegende Bauten“ produziert, das Position 32 erreichte.

Die Zusammenarbeit mit Olli Schulz begann 2003 mit dem vielsagenden Albumtitel „Brichst du mir das Herz, brech‘ ich dir die Beine“ (GHvC). Zwei Jahre später folgte „Das beige Album“, das die Charts knapp erreichte. Dadurch wurde die Major Company EMI Music auf den Künstler aufmerksam.

Mit Olli Schulz (Four Music/Columbia/Sony Music) als Solokünstler produzierte Swen Meyer 2009 die Hälfte des Album „Es brennt so schön“, wobei Moses Schneider für die andere Hälfte verantwortlich zeichnete.

2003 freute sich Swen Meyer über die Top- 50- Chartplatzierung des von ihm produzierten Albums „Hinter all diesen Fenstern“ von der Gruppe Tomte, das vier Wochen in den Charts vertreten war. Im Jahr 2006 folgte das Tomte-Abum „Buchstaben über der Stadt“, das bis auf Platz 4 kam und 8 Wochen notiert blieb. Die daraus ausgekoppelte Single „Ich sang die ganze Zeit von Dir“ kam auf Position 38.

Mit der Gruppe Kilians produzierte Swen Meyer das Album „Kill the Kilians“ (Vertigo/ Universal) das 2007 die Charrts erreichte. Im April 2009 kletterte das Album „They Are Calling Your Name“ von den Kilians auf Rang 32.

2004 gründete er den Festland Musikverlag und eröffnete 2008 das Festland Tonstudio in Hamburg-Eimsbüttel.

Im Oktober 2011 Dick Brave-Album „Rock‘n‘Roll Therapy“ (Sony Music) erschienen, aus dem die Airplay-Single „Just Can‘t Get Enough“ hervorgegangen ist.

2012 produzierte er das Album „I“ von Kid Kopphausen (bestehend aus Gisbert zu Knyphausen und dem kürzlich verstorbenen Nils Koppruch), das auf dem Trocadero-Label erschienen ist.

Danach produzierte Swen Meyer ein Album mit dem Newcomer-Duo Clarence & Napoleon, das bei Ferryhouse Records im Frühjahr veröffentlicht wird. Derzeit arbeitet Swen Meyer an einem neuen Album von Tim Bendzko, das im Frühjahr 2013 veröffentlicht werden soll.

Kontakt:
Festland Studio
Eimsbütteler Str. 63
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swen@festland-studios.de